Interview mit 慟哭~doukoku~


Wir von AnN haben die Möglichkeit bekommen für ein recht ausführliches Email Interview mit 慟哭~doukoku~. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen: 

 

AnN: Für's Erste stellt euch doch bitte unseren Lesern vor. Wer seid ihr und wie kamt ihr zur Musik?
Ryusuke: Ich bin Ryusuke, der Sänger. An der Gitarre ist mein Bruder Fumiya, zusammen machen wir Musik. Wir komponieren unsere Songs gemeinsam, aber Fumiya komponiert den Synthesizer und arrangiert alles.
Vor Doukoku war ich schon in einer Visual Kei Band, aber nachdem sie sich aufgelöst hatte, machte ich keine Musik mehr. Ich habe stattdessen Songs geschrieben. Obwohl ich mich auch anderen Bands angeschlossen hatte, ging es nicht weiter. Während ich mich noch fragte, wie es weitergehen soll, lernte mein Bruder Gitarre. Als ich dann ein Demotape von seiner Musik, die er machen wollte, gehört hatte, haben wir uns schnell zusammengefunden.


AnN: Wie seid ihr zu eurem Bandnamen gekommen?
Ryusuke: Wenn man sich die Namen der Bands, die in Livehäusern auftreten, anschaut, sind das ausschließlich englische Namen. Wir wollten auffallen und haben uns deswegen für einen japanischen Namen mit Kanji entschieden. Fumiya kam auf die Idee für den Namen ”doukoku”(’Wehklagen’). Doukoku bedeutet ”Ein Schrei der Gefühle, die man nicht in Worte fassen kann”. Das ist doch ein Wort, das ein Link zur Musik ist, dachte ich.


AnN: Vor kurzem habt ihr eure zweite Single veröffentlicht. Erzählt uns doch bitte etwas darüber.
Ryusuke: ”Tenshou no Hitomi”, von dem es auch ein PV gibt, habe ich in der Zeit geschrieben, als ich keine Band hatte. Ich selbst habe den Song schon wieder vergessen gehabt, aber Fumiya hatte ihn damals gehört und sich offensichtlich den Refrain gemerkt und ein Arrangement gemacht. Als ich dann sein Demotape gehört hatte, dachte ich mir nur: ”Irgendwoher kennst du dieses Lied...” Ich kam nicht drauf, dass es meins war *lacht* Fumiya hat ”Tenshou no Hitomi” also so gut gemacht.

Der Song ”Tsukiyo no Dousousha”ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Jonny, der Drums und Keyboard spielt. Dieses Leid wurde einem Synchronsprecher angeboten, der es nicht verwendet hat. Es war aber zu schade um vergessen zu werden, deswegen haben wir gefragt, ob wir es als Doukoku rausbringen könnten. Wir haben das OK bekommen und es aufgenommen. Deswegen ist Doukoku bei diesem Song nicht der alleinige Komponist.

„Usei“ habe ich auf der Akustik eingespielt, dazu gesungen und das dann Fumiya gegeben. Das Arrangement war abgesprochen, deswegen habe ich Fumiya machen lassen. Er hat den Song dann in seine wunderschöne Form gebracht.

Unsere zweite Single „Tenshou no Hitomi“ besteht also aus Songs mit unterschiedlichem Ursprung.


AnN: Kurz und knapp: Welche drei Eigenschaften werden eurer Single am gerechtesten?
Trauer, Wiedergeburt, Wehklagen (doukoku)


AnN: Erzählt uns doch bitte etwas über euren Musikstil, wie würdet ihr ihn beschreiben?
Wir legen besonderen Wert auf die Melodie und den Text. Unsere Musik ist hart, aber sie zeigt auch die Vergänglichkeit. Sie ist leise und doch hart. Ich denke, wir sind eine Band, die die Gefühle der Menschen wichtig nimmt.


AnN: Was inspiriert euch beim schreiben eurer Songs?
Ryusuke: Alles kann eine Inspiration sein. Ein Buch, das man liest, eine Unterhaltung oder Musik, die man mag, hören. Ich lebe, um Musik zu machen und zu singen. Diese Erfahrung ist mir wichtig. Was ich denke, was ich fühle. Darüber hinaus habe ich keine Inspiration, denke ich.


AnN: Beschreibt uns doch bitte einmal einen Entstehungsprozess für eure Songs, wie er bei euch stattfindet
Ryusuke: Wir machen uns gegenseitig Demotapes und wenn der andere denkt, das ist gut, dann machen wir ein Arrangement daraus. Die Texte schreiben wir zwar beide, aber wer die Idee zu einem Lied hat, schreibt auch meistens die Texte. Ganz selten schreibe ich einen Text für ein Lied, das Fumiya komponiert hat.


AnN: Hat eure Band ein bestimmtes Konzept?
„Doukoku“ (Ein Schrei der Gefühle, die man nicht in Worte fassen kann). Das ist unser Konzept.


AnN: Wenn es auf der Welt keine Musik geben würde, wie wäre das Leben dann eurer Meinung nach?
Wenn es von Anfang an keine Musik geben würde, würde man nichts vermissen. Aber wenn es jetzt plötzlich keine mehr geben würde, wäre es eine traurige Welt.


AnN: Wir würden gern zu einigen Dingen eure Meinung erfahren: Denkt ihr es ist als Musiker schwer, gleichzeitig auch Familie zu haben?
Ryusuke: Für mich ist das wie eine Lotterie: Wenn es klappt, hat man Glück gehabt. So genau habe ich aber noch nicht darüber nachgedacht.


AnN: Als Musiker ist man eine Person, die sehr im Rampenlicht steht und über die Fans gerne einiges wissen wollen, manchmal auch Privates. Wie steht ihr dazu, sollte man auch Privates von sich preisgeben?
Ryusuke: Ich denke, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Selbst über sein eigenes Leben zu erzählen ist okay, es ist wichtig, menschlich zu sein. Und was geheim ist, das sage ich nicht, weil es ja ein Geheimnis ist, ne? *lacht*


AnN: Gab es schon einmal unangenehme Situationen, z.B. bei Auftritten oder auf Facebook?
Ryusuke: Unangenehme Sachen? Die gibt es oft. *lach*
Heutzutage im Internet gibt es oft üble Nachrede *lacht wieder*


AnN: Ryusuke du hast neben der Band auch noch ein Soloprojekt laufen. In wie weit wirkt sich das auf Doukoku aus?
Ryusuke: Als Soloprojekt wollte ich etwas ganz anderes als Doukoku machen. Was ich im PV trage, sind sogar meine eigenen Klamotten. Für mich hat das Projekt nichts mit Doukoku zu tun. Es macht einfach Spaß. Und das war bei meinem Soloprojekt das wichtigste. Dass ihr eine Kluft zwischen Doukoku und meinem Soloprojekt fühlt, macht mich glücklich.


AnN: Kommen wir zu einer etwas spaßigeren und kreativeren Frage: Wie stellt ihr euch Utopia vor?
Wenn ich singe, bin ich in einer Utopie. Aber sobald das Live zu Ende ist, wieder auf dem Boden der Realität *lacht*


AnN: Wie sieht es mit Plänen für eine Europatour aus?
Das wissen wir noch nicht, aber wenn wir können, sicher! Menschen, die wir noch nicht getroffen haben möchten wir treffen und ihnen die echten Doukoku zeigen.


AnN. Habt ihr ein paar letzte Worte an unsere Leser?
Da wir weiterhin Musik machen wollen, haltet uns bitte weiterhin die Treue.